Frauen beim Bund

Frauen in der Bundeswehr

Im Jahr 1975 wurden die ersten Frauen in den Sanitätsdienst eingestellt. Seitdem ist die Zahl der Soldatinnen in den Streitkräften kontinuierlich gestiegen. Die Bundesregierung hat die beruflichen Möglichkeiten für Frauen in der Bundeswehr erweitert. Soldatinnen und Soldaten können nun nach einheitlichen Kriterien von Eignung, Befähigung und Leistung in allen Laufbahnen und Tätigkeitsbereichen eingestellt und verwendet werden. Seit dem 1. Januar 2001 werden Frauen in den Laufbahnen der Unteroffiziere und Mannschaften eingestellt. Die ersten Offizieranwärterinnen des Truppendienstes sind im Juli 2001 hinzugekommen.

Insgesamt waren im Jahre 2002 etwa 16 Prozent der ungedienten Bewerber aller Laufbahnen Frauen. Bis Juli 2003 ist die Zahl der weiblichen Soldaten auf über 8.500 angestiegen. Der uneingeschränkte Zugang von Frauen zu allen Laufbahnen und Verwendungen in den Streitkräften ist ein weiterer Schritt zur Gleichstellung von Frauen und Männern. Gleichen Dienst in den Streitkräften zu leisten heißt, grundsätzlich die gleichen Belastungen zu tragen. Entschlossenes Handeln und Entscheiden auch bei körperlichen Anstrengungen, Zeitdruck und Stress bestimmen den Alltag der Streitkräfte. Den damit verbundenen physischen und psychischen Herausforderungen stellen sich Soldatinnen ebenso wie ihre männlichen Kameraden. So wächst ein soldatisches Selbstverständnis, das nach Funktion und Verantwortung unterscheidet, nicht aber nach dem Geschlecht der Soldaten.



Wie es dazu kam:

Der Europäische Gerichtshof hatte der Elektronikerin Tanja Kreil aus Hannover Recht gegeben, die sich gegen das Grundgesetz gewehrt hatte. Frauen dürften "auf keinen Fall Dienst an der Waffe leisten" hieß es da. Ein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz befand der Europäische Gerichtshof und der Bundestag änderte daraufhin am 27. Oktober 2000 das Grundgesetz. Am 2. Januar 2001 traten die ersten 244 Frauen ihren Dienst an der Waffe an. 




Und wie es heute ist:

So hitzig die Debatte darüber außerhalb der Bundeswehr war, so störungsfrei ist der Alltag. Allen Unkenrufen zum Trotz sind die Probleme, wie zum Beispiel sexuelle Belästigung, relativ überschaubar geblieben: Neunzig Verdachtsfälle wurden dem Wehrbeauftragten Reinhold Robbe für das Jahr 2005 gemeldet - bei rund 12.000 Frauen betrifft das weniger als ein Prozent.

Und die Frauen sind gut: Überdurchschnittlich motiviert, engagiert und leistungsorientiert, bereiten sie manchem männlichen Kollegen Kopfzerbrechen. Denn: Zum Teil bringen Frauen bessere Ergebnisse als Männer, vor allem im kognitiv-theoretischen Bereich. 
Das ist aber kein Phänomen, das nur für die Bundeswehr gilt, sondern gilt überall dort, wo Frauen neu in einen Bereich eintreten, der bislang von Männern dominiert war. Frauen werden deshalb - auch das ist ein Ergebnis der Untersuchungen des Sozialwissenschaftlichen Instituts - von ihren männlichen Kollegen durchaus als Konkurrenz begriffen: Um knappe Arbeitsplätze und Karrierechancen.
Nicht selten werden Frauen deshalb als "Kampf-Lespen" bezeichnet. Männer haben ganz einfach keinen Arsch in der Hose, um einzugestehen, dass wir Frauen es drauf haben! 
Salop gesagt: Ihr Männer habt das Zeptar, aber wir Frauen haben die Reichsäpfel!

Langfristiges Ziel ist, die Frauenquote von jetzt 6,5 Prozent auf rund 15 Prozent zu steigern - im Sanitätsdienst wird sogar ein Anteil von 50 Prozent angepeilt. Dafür wurde extra ein Gesetz geschaffen: Das "Soldatinnen und Soldaten Gleichstellungsgesetz" soll dafür sorgen, dass Frauen bei gleicher Eignung bevorzugt werden. Ein Gesetz, das an das Gleichstellungsgesetz im Öffentlichen Dienst angelehnt ist.

 
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